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Frischer Fichtenschneebruch – „Alles muss raus“

Bodolz, den 23.05.2019

Der Borkenkäfer als gefürchteter Schädling in Fichtenwäldern wird auch im Landkreis Lindau trotz nass-kalten Frühjahrsstart wieder aktiv. Bei rascher Vermehrung in nicht aufgearbeiteten Schneebruchbeständen kann er Nadelbäume – besonders die Fichte als seine Leibspeise- schnell zum Absterben bringen und damit den Waldbesitzern große wirtschaftliche Verluste einbringen. Das Forstrevier Lindau vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kempten weist nochmals auf die Notwendigkeit der Kontrolle von Nadelwäldern durch die Waldbesitzer hin, um die Waldschäden so gering wie möglich zu halten. Schneebruchholz mit braunem Bohrmehl muss so schnell aus dem Wald wie möglich. Die Pflicht zur Bekämpfung von rindenbrütenden Borkenkäfern ergibt sich aus der Wertschätzung unserer Wälder als auch aus den gesetzlichen Bestimmungen. Trotz schlechter Holzmarktlage würde Untätigkeit die Schäden an unseren Wäldern nur noch verschlimmern.

 

Hilfe und Unterstützung erhalten betroffene Waldbesitzer bei der Waldbesitzervereinigung und bei zertifizierten Forstunternehmern, welche für die Holzernte, den Abtransport und die Vermarktung des Schadholzes Unterstützung anbieten. Keine Eile ist mehr geboten bei Altbefall erkennbar an abgeblätterter Rinde und dürrer Krone, diese können mitunter sogar einen wertvollen Lebensraum für Specht & Co. bieten. Die beste Vorbeugung gegen Käferschäden sind gemischte Wälder aus Weißtanne und Laubhölzern. Für die Wiederaufforstung von Schadensflächen mit Mischwald gibt es staatliche Förderungsmöglichkeiten.

 

Betroffene Waldbesitzer können sich zur kostenlosen Beratung und Förderung an das zuständige Forstrevier Lindau (Tel. 08382/6824) oder an das Forstrevier Lindenberg (Tel. 08381/2159) wenden.