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Radtouren mit Erwin Enderle 2017

Bodolz

Die Bodolzer Radler waren auch dieses Jahr wieder sehr aktiv. Konnten doch 13 Touren durchgeführt werden. Durchschnittlich wurden dabei 30 – 50 km zurückgelegt. Bei einigen Ausfahrten wurde eine deutlich längere Strecke geradelt. Über die längste Tour möchte ich euch kurz berichten.

 

Fahrt mit Hindernissen von der Donau zur Schussen durchs unbekannte Oberschwaben.

Bereits der Zugeinstieg in Nonnenhorn war eine Herausforderung. Dieser Bahnsteig ist ungeeignet um den Zustieg von Seniorenradfahrern usw. bequem zu ermöglichen. Mit viel Mühe und Hilfe anderer Fahrgäste konnten wir diese Aufgabe lösen. In angenehmer Fahrt über Friedrichshafen, Ravensburg, Umstieg Aulendorf, Saulgau erreichten wir die Hohenzollernstadt Sigmaringen. Hier das nächste Problem. Gut zwei Dutzend Stufen steil abwärts, um nach einigen Metern Unterführung die Räder wieder hochzutragen. Nicht lustig für die E-Biker!

 

Nun folgt der angenehme Teil. Mit Rückenwind radelten wir zügig auf dem Donauradweg über Scheer, Mengen, Hundersingen (nachgebauter Fürstensitz aus der Keltenzeit) nach Riedlingen. Allesamt rausgeputzte Städtle mit schön restaurierten Häusern, meist in Fachwerkbauweise. In Riedlingen suchten wir vergeblich ein Gasthaus mit schwäbischer Küche. Wollten wir doch Linsen mit Spätzle und „Soitenwürscht“ essen, aber die Gastronomie ist dort fest in internationaler Hand. Italiener, Türken, Griechen, Inder, Chinesen und sonstige Asiaten haben sich den Markt aufgeteilt. Das einzige „deutsche“ Gasthaus hatte am Mittwoch Ruhetag. Das Essen beim Griechen war aber köstlich, reichlich und preiswert. So gestärkt nahmen wir unser nächstes Ziel in Angriff. Die „Hängenden Gärten“ von Neufra. Ein Graf von Helfenstein ließ diesen Renaisancegarten im 16. Jahrhundert auf 16 m hohen Stützmauern erbauen. Eine Besichtigung ließen wir uns nicht entgehen. Danach radelten wir auf Wald- und Feldwegen durch den Dürmentingerwald, Kanzach, Seelenhof, Bad Buchau, Steinhauser Ried zur wunderschönen Barockkirche „Zu unserer Lieben Frau“ in Steinhausen. Bei einer kurzen Rast bestaunten wir dieses Gotteshaus. Von hervorragenden Künstlern gebaut und ausgestattet.

 

Mit Volldampf und Aufbietung der letzten Reserven sausten wir nach Bad Schussenried. Au-weh…, wieder 2 Dutzend Stufen die Räder hinunter und hinauf tragen. Aber Dank der Mithilfe von hilfsbereiten sportlichen Mädels haben wir auch dieses Hindernis geschafft. Nach einstündiger Bahnfahrt, Ausstieg in Wasserburg und Fahrt zurück nach Bodolz, gönnten wir uns dann im „Schienenhotel“ z´Enzisweiler einen Abschlusstrunk.

 

Ich appelliere an die verantwortlichen Politiker und Manager der Deutschen Bahn Ihr Gehirnschmalz für die Verbesserung der Bahnreisen zu verwenden und nicht an sinnlosen Mautprojekten zu vergeuden.

 

Im kommenden Jahr feiern wir unser 10-jähriges Jubiläum. In Verbindung mit der 200-Jahrfeier der Gemeinde Bodolz haben wir uns einige interessante Ziele ausgewählt.

Näheres in den Dorfnachrichten Februar-März 2018. Bleiben Sie neugierig!

 

Ihre Maria und Erwin